HNA Witzenhausen / 24. August 2010 / zsf
So entstand die Schneiderkreide

 

Grossalmerode. Wie Ton und Schneiderkreide früher verarbeitet wurden, das wurde am Blauen Sonntag im Glas-und Keramikmuseum vorgeführt. Außerdem waren das Museum, der Museumskeller und das Großalmeröder Archiv für Besichtigungen geöffnet.

 

Im Museumsgarten vollzogen die Besucher an verschiedenen Stationen wieder nach, wie früher gearbeitet wurde. Hans-Peter Koch töpferte aus Tonmasse auf einer Tonschiebe Schmelztiegel, aber auch Gefäße und Teller, je nach Wunsch des Zuschauers. Stefan Bauer verarbeitete den Ton dagegen zu Tonpfeifen. Auf Grund der vielen Nachfragen zur Schneiderkreide in den vergangenen Jahren gab es dieses Jahr auch eine Station zu diesem Produkt.

 

Fußbetriebene Presse

Dafür war extra die alte fußbetriebene Presse aus Großalmerode, die sonst im Garten des Museums zu sehen ist, hergerichtet wurden. Harald Ernst presste damit ein Bild mit einem Teil des Großalmeröder Wappens in die Schneiderkreide. Passend zum Blauen Sonntag verwendete Ernst blaue Kreide, statt wie üblich weiße. Wer mehr erfahren wollte, konnte am neuen Holzstand des Museums Bücher zur Großalmeröder Industriekultur kaufen.

Für die Kinder gab es auch etwas zum Selbstausprobieren. Mit der Töpferin Frauke Sambale konnten sie Gartenkeramik töpfern und bemalen. Außerdem hatten sie die Möglichkeit mit Susanne Sandrock mit Schneiderkreide zu malen und nachmittags konnten sie mit Tonkönig Ali Felsberg mit Üllern spielen. Die Erwachsenen stöberten derweil im Museumskeller, wo große Mengen an Tiegeln, alten Gebrauchsgegenstände aus Ton und Feierabendziegeln lagern. Das sind Ziegeln aus dem 19. Jahrhundert, die am jeweiligen Tag als Letztes hergestellt und verziert wurden. (zsf)

 

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