BLAUER SONNTAG der Industriekultur vom 10. bis 13. August 2017

Der mittlerweile 9. BLAUE SONNTAG der Industriekultur findet in diesem Jahr - wie üblich - am letzten Wochenende der hessischen Sommerferien statt. Wir freuen uns sehr, dass in diesem Jahr insgesamt 60 Veranstalter (Rekord!) mehr als 100 Einzelveranstaltungen in ganz Nordhessen anbieten.

Vielen Dank an alle Beteiligten!

Das Programm ist bereits auf unserer Internetseite www.blauer-sonntag.de einsehbar, anmeldepflichtige Führungen können ab sofort gebucht werden. Das gedruckte Programmheft wird aller Voraussicht nach ab Mitte Juni bei allen teilnehmenden Standorten sowie den Kundenzentren des NVV zur Abholung bereitliegen.

Als besonderes Highlight möchten wir auf den Pendelverkehr mit dem Fahrrad-Sonderzug der Eisenbahnfreunde Treysa e. V. am Sonntag, den 13. August zwischen Kassel und Treysa hinweisen. Von Treysa können z. B. die Standorte Weberei Egelkraut sowie ehemalige Kunstblumenfabrik Lumpe in Trutzhain mit dem Bus der LEADER-Region Schwalm-Aue bequem erreicht werden.

Viel Spaß beim Stöbern im Programm!

Herzlichst, das Team vom BLAUEN SONNTAG

 

 

BLAUER SONNTAG AUF ACHSE im alten E-Werk Eschwege am Freitag, den 09.06.2017, von 15.00 bis 17.00 Uhr

Das Elektrizitätswerk in Eschwege wurde 1906 zunächst mit einer Turbinenanlage und einem Dieselmotor in Betrieb genommen und in den kommenden Jahren um weitere Dieselmotoren erweitert. Zunächst nur für den lokalen Strombedarf konzipiert, wurde ab 1913 auch die Versorgung des umliegenden Landes begonnen und mit einem Stromlieferungsvertrag vereinbart. Bis 1988 wurde an dem Standort Strom produziert, danach standen die Gebäude zunächst leer.

2008/2009 wurde das E-Werk dann zu einer multifunktionalen Veranstaltungshalle und einem Kulturzentrum ausgebaut und an den Verein Kulturfabrik e. V. vermietet. 2010 wurde der Umbau mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis ausgezeichnet.

Heute finden hier zahlreiche kulturelle Veranstaltungen statt, zudem wird hier das Eschweger Festival „Open Flair“ organisiert. Das Gebäude hat seinen Charme als Industriegebäude behalten, so sind Teile der alten Turbine in den Innenraum integriert.

Führung durch das E-Werk Eschwege
Alexander Feiertag (Kulturfabrik e. V.) und Ralf Herrmann (Stadtwerke Eschwege)
Altes E-Werk, Mangelgasse 19, Eschwege
Freitag, der 09.06.2017, 15.00 bis 17.00 Uhr

Anmeldung unbedingt erforderlich! Frau Jentsch, Tel 0561 70949-11, Mo-Do 9-16 Uhr oder  E-Mail an(at)blauer-sonntag.de

Industriekultur in Hessen - Fotoausstellung zum Hessentag 2017 in Rüsselsheim, vom 9.- 18. Juni 2017

An zentraler Stelle im historischen Opel-Portalbau präsentieren sich die Initiativen der Industriekultur aus Rhein-Main, Nordhessen, Mittelhessen und Darmstadt-Dieburg mit einer raumgreifenden „Picture Wall“ mit tollen Bildmotiven beim Hessentag in Rüsselsheim. 48 großformatige Aufnahmen geben einen Überblick darüber, was das Land Hessen in Sachen Industriekultur zu bieten hat.

Die Bedeutung der Industriekultur für unsere jüngere Geschichte und ihre besondere Ästhetik stärker ins Bewusstsein zu heben, sind Ziele dieser Ausstellung, die als Kooperationsprojekt zwischen verschiedenen hessischen Initiativen und dem Landesamt für Denkmalpflege entstanden ist.

AUSSTELLUNGSORT
Opel-Portalbau, Bahnhofsplatz 1, 65423 Rüsselsheim am Main
Die Ausstellung ist täglich geöffnet und der Eintritt ist frei.

BETEILIGTE INITIATIVEN
Route der Industriekultur Rhein-Main - www.krfrm.de
netzwerk industriekultur nordhessen nino - www.blauer-sonntag.de
Kunststoffstraße im Landkreis Darmstadt Dieburg - www.kunststoffstrasse.info
Route der Industriekultur Mittelhessen - www.industriekultur-mittelhessen.eu

GEFÖRDERT DURCH
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung / Hessisches Landesamt für Denkmalpflege / VIACTIV Krankenkasse / Stadt Rüsselsheim am Main.

Perlensonntag im Glasmuseum Immenhausen am Sonntag, den 18. Juni 2017, von 13-17 Uhr

In der Zeit von 13 bis 17 Uhr wird die Perlenmacherin Britta Donath aus Kassel im Glasmuseum am Gasbrenner das alte Handwerk präsentieren. Die Besucher können sich ihre Wunschperle in jeder beliebigen Farbe fertigen lassen oder aus dem Fundus der Perlenfrau nach Schätzen stöbern. „Für Kinder und Erwachsene ist es immer wieder faszinierend zu sehen, wie vor der heißen Gasflamme die bunten Glasstäbe rotglühend und flüssig werden und dann unter den geschickten Händen der Künstlerin um einen Edelstahldorn gewickelt werden“, beschreibt Museumsleiterin Dagmar Ruhlig-Lühnen die Aktion im Glasmuseum. Spannend ist es immer, wenn die Perle nach dem Abkühlen aus dem Kühlgranulat genommen wird und man ihr endgültiges Aussehen Bewundern kann. Der Perlensonntag findet regelmäßig einmal im Monat statt. „Wir hoffen, mit diesem neuen Angebot noch attraktiver für die Besucher des Museums zu werden“, hofft Dagmar Ruhlig-Lühnen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.glasmuseum-immenhausen.de oder telefonisch im Glasmuseum unter 05673 – 2060. Der Eintritt zum Perlensonntag und in alle Ausstellungen des Museums: 3,50 für Erwachsene, 2,50 für Schüler und Studenten, Familien mit eigenen Kindern unter 18 Jahren 8,00 Euro.

Öffnungszeiten Glasmuseum Immenhausen
Dienstags bis donnerstags: 10 – 17 Uhr
Freitags bis sonntags: 13 - 17 Uhr
Feiertage auf Anfrage

BLAUER SONNTAG AUF ACHSE bei der Firma Tecta in Lauenförde am Donnerstag, den 11. Mai 2017, von 10 bis 13 Uhr

Wir laden herzlich zu einer Museums- und Werksführung, zu einem Spaziergang durch unseren Landschaftspark und zu einem Rundgang durch die Geschichte der Sitzmöbel.

Tecta ist ein Möbelproduzent mit Unternehmenssitz und Produktionsstandort in Lauenförde, Niedersachsen, der in erster Linie für seine Bauhaus-Reeditionen und deren Weiterentwicklungen, wie den Kragstuhl, bekannt ist. Tecta steht auch für die gemeinsamen Arbeiten mit Gestaltern wie Walter Gropius, Marcel Breuer, Stefan Wewerka oder Jean Prouvé. Unter dem Dach unserer Firma sind noch heute alle relevanten Werkstätten vereint: Polsterei, Flechterei, Tischlerei, Schlosserei. Diese dienen nicht nur der Herstellung von Möbeln, sondern sind gleichzeitig Entwicklungslabore, in denen im Austausch mit zeitgenössischen Designern nach neuen Lösungen gesucht wird.

In unmittelbarer Nähe zu den Produktionsstätten befindet sich das Tecta Kragstuhlmuseum, das letzte Werk des britischen Architekten Peter Smithson. Zusammen mit seiner Frau Alison entwarf er in Lauenförde einen Industrie-Landschaftspark, bestehend aus den TECTA-Werkhallen und den 4 Museums-Gebäuden.

„Kragstuhlmuseum“ - dieser etwas starr anmutende Name findet eine leichtfüßigere Entsprechung im Englischen „Flying Furniture“. Der Architekt selbst prägte diesen Begriff vom fliegenden Mobiliar. Gemeint sind die federnden und schwebenden Stuhl- und Möbelkonstruktionen der Moderne, für die wir uns seit Jahrzehnten begeistern, die wir in unserem Museum pflegen und die uns immer wieder neu inspirieren. Besuchen Sie uns an diesem Ort, der sich bis heute beständig weiter entwickelt.

Führung durch das Tecta Werk und das Tecta Kragstuhlmuseum
Lauenförde, Sohnreystraße 10 (Südniedersachsen)
Donnerstag, 11. Mai 2017, von 10-13 Uhr

Im Anschluss an die Führungen besteht die Möglichkeit, im Landschaftspark zu picknicken (Picknick bitte selbst mitbringen)

Anmeldung unbedingt erforderlich! Frau Jentsch, Tel 0561 70949-11, Mo-Do 9-16 Uhr oder  E-Mail an(at)blauer-sonntag.de

Ausstellungseröffnung "...und wenn sie nicht gestorben ist - DIE GLASGRAVUR" im Glasmuseum Immenhausen am 13. Mai um 15 Uhr

Die Ausstellung stellt den künstlerischen Zeitgeist des alten Gravurhandwerks in den Mittelpunkt. Ein europaweites Netzwerk von Glasgraveuren sorgt vereint dafür, dass diese sehr besondere Veredelungstechnik des Glases nicht in Vergessenheit gerät.

29 Künstler aus 11 Ländern interpretieren das Thema "Märchen" auf sehr unterschiedliche Weise und nehmen auch Geschichten aus dem eigenen kulturellen Umfeld auf. Die Bandbreite der einzelnen Erzählungen und deren Umsetzung spiegelt die vielseiteigen Perspektiven wider, die nur der Glasgravur innewohnen. Jeder der beteiligten Künstler zeigt, wie aktuell diese alte Kunst auch jetzt noch ist und dass der Titel der Ausstellung eine Lebensaufgabe und Passion bleibt.

AUSSTELLUNG Mehr als Sammelsurium - was andere sammeln
AUSSTELLUNGSDAUER 13. Mai - 09. September 2017, Di-Do 10-17 Uhr, Fr-So 13-17 Uhr
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG Samstag, den 13. Mai um 15 Uhr
ORT Glasmuseum Immenhausen, Am Bahnhof 3, Immenhausen
EINTRITT  3,50/2,50 Euro
INFOS
  www.glasmuseum-immenhausen.de

Ausstellungseröffnung "MEHR ALS SAMMELSURIUM - WAS ANDERE SAMMELN" im Glasmuseum Immenhausen am Samstag, den 22. April um 15 Uhr

Zu den Kernaufgaben eines Museums gehört das Sammeln und Bewahren von Kulturgut. Zum 30jährigen Bestehen des Glasmuseums im Jahr 2017 steht die Kernaufgabe „Sammeln“ im Mittelpunkt zweier Ausstellungen. Einmal werden Glaskunstobjekte präsentiert, die aus den inzwischen über 120 Sonderausstellungen teilweise angekauft, teils mit Hilfe von Sponsoren erworben wurden oder aber als Geschenk von Künstlern die Sammlung des Glasmuseums erweitern.

Ein zweites Ausstellungsprojekt widmet sich unter dem Titel „Mehr als Sammelsurium“ der Frage: „Was sammeln andere?“

Davon ausgehend, dass so ziemlich jeder Mensch etwas sammelt, entstand die Idee zu dieser Ausstellung. Gibt es Privatsammler, die ihre Schätze einmal öffentlich ausstellen möchten? Dieser Frage nachgehend, beschränkte sich die Suche nach Sammlern auf die Region Kassel/Immenhausen.

Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um Glassammlungen. Um die Vielfalt der Sammlungsgebiete darzustellen, werden auch andere Bereiche gezeigt: Kaffeemühlen, Teekannen, Teddybären, Puppen, Modellomnibusse und Comicfiguren stehen neben bemaltem Glas, Glastieren, Likörgläsern und Briefbeschwerern.

AUSSTELLUNG Mehr als Sammelsurium - was andere sammeln
TERMIN 22. April - 27. August 2017, Di-Do 10-17 Uhr, Fr-So 13-17 Uhr
ORT Glasmuseum Immenhausen, Am Bahnhof 3, Immenhausen
EINTRITT  3,50/2,50 Euro
INFOS
  www.glasmuseum-immenhausen.de

Rundgang und Podiumsgespräch Schiller Carrée Kassel am Mittwoch, 19. April um 17.00 Uhr: Vielfalt auf engem Raum

Rundgang und Podiumsdiskussion mit:
Matthias Tunnemann, Sprengwerk - Architektur+Sanierung
Elfi + Pitze Eckhard, Fotomotel und Fensterzumhof
Matthias Krieger, Investor Studentenwohnheim
N.N., Uni Kassel
Dustin Schenk, Verein SchillerViertel e.V.,
Volker Mohr, Leiter des Planungsamtes der Stadt Kassel
Moderation: Stephan Amtsberg

Rundgang und Podiumsdiskussion: Vielfalt auf engem Raum im Schillerquartier
Termin: Mittwoch, 19. April um 17.00 Uhr
Treffpunkt: Erzbergerstr. 47, 4. OG
Veranstalter:
Evangelisches Forum Kassel, ev.forum.kassel(at)ekkw.de Tel. 0561 28760-21
(Foto: M. Tunnemann)

Henschel- Geschichte: Führung "Über den Dächern der Uni" am Freitag, 21. April um 10.00 Uhr

Der Campus der Universität Kassel entstand auf geschichtsträchtigem Boden: Anfang des 19. Jahrhunderts wurde hier die Firma Henschel gegründet, einer der größten Hersteller von Loks, Waggons und anderen Fahrzeugen. Die Universität Kassel am Holländischen Platz wird von verschiedenen Aussichtspunkten erkundet. Von hier aus ist die gegenwärtige Struktur der Gebäude und Anlagen sehr gut zu erkennen. Aber auch die Geschichte dieses Stadtquartiers mit der „alten Henschelei” hat ihre Spuren hinterlassen, die nach wie vor von oben gut sichtbar sind.

Führung: Über den Dächern der Uni
Termin: Freitag, 21. April um 10.00 Uhr
Treffpunkt: Infopoint Universität Kassel, Henschelstr. 4
Kosten:
9,00 Euro
Anmeldung erforderlich (Volkshochschule)

(Abbildung: Henschel-Museum + Sammlung)

BLAUER SONNTAG 2017 VOM 10. BIS 13. AUGUST 2017

Die Vorbereitungen für den 9. BLAUEN SONNTAG haben begonnen. In diesem Jahr widmen sich die Tage der Industriekultur in Nordhessen dem Schwerpunktthema: WANDELBAR - umdenken umformen umnutzen.

Unter anderem werden wir uns mit den Auswirkungen wirtschaftlichen sowie demografischen Strukturwandels auf Produktions- und Gewerbebetriebe sowie deren Produktionsgebäude beschäftigen.  Wir möchten wissen, wie und mit welchen Mitteln  brachgefallenen Industrieareale sinnvoll umgenutzt, weiterentwickelt, erhalten werden können.

Mit Anregungen und Vorschlägen für den kommenden BLAUEN SONNTAG können Sie uns jederzeit gerne ansprechen! Herzlichst, Ihr Team vom BLAUEN SONNTAG

"Hessen von unten"

Unter dem Titel „Hessen von unten“ widmet sich das aktuelle Themenheft der Zeitschrift Hessische Heimat Orten historischer Rohstoffgewinnung und gibt einen Einblick in die vielfältige Montangeschichte des Landes. 

Friedrich Frhr. Waitz von Eschen geht den Innovationen nach, die zum prosperierenden Salinenwesen führten und Walter Hellwig stellt eine Episode des Goldabbaus am Eisenberg am Beispiel des Bergrats Johann F. Kraus vor. Konrad Schneider hat glücklose Versuche der Rohstoffgewinnung im Rhein-Main-Gebiet im Archiv entdeckt. Welche Bedeutung der Kalkstein für die Entwicklung Korbachs hatte, stellt Wilhelm Völcker-Janssen heraus. Thilo F. Warneke erläutert den Tonbergbau in Großalmerode.
Die Rezeption eines Industriedenkmals, des Rossgangs in Kaufungen, verfolgt Ulla Merle. Karl-H. Rudi geht den Veränderungen im Transportwesen am Beispiel des Brauneisensteintagebaus im westlichen Vogelsberg nach. Für einen sorgsamen, ganzheitlichen Erhalt der Relikte der Montangeschichte plädiert Tim Schönwetter am Beispiel des Lahn-Dill-Gebietes. Klaus Gelbhaar gibt einen Einblick in die Entstehung des Marmors und seine Verwertung in Villmar und Umgebung. Im Journalteil stellt Konrad Schneider Abtorfungsversuche im Enkheimer Ried vor und Julia Sprafke hat die Spuren des Braunkohleabbaus im Frau-Holle-Teich erforscht. 

Das Heft kann zum Preis von 9 EUR bei der Gesellschaft für Kultur- und Denkmalpflege – Hessischer Heimatbund e. V. bestellt werden.
Bürozeiten: Mo 16.00–18.00 Uhr/ Anrufbeantworter
Bahnhofstraße  31a, 35037 Marburg
Tel. 06421- 68 11 55
info(at)hessische-heimat.de
www.hessische-heimat.de

Fotoausstellung „Ein Denkmal im Verfall - Die Glashütte Süßmuth" im Glasmuseum Immenhausen

Eröffnung der Ausstellung am Samstag, den 5. November 2016, um 15 Uhr (Eintritt frei)
Fotoausstellung vom 5. November 2016 bis 27. Januar 2017

Ungewöhnliche, spannende Motive lassen sich in alten Fabrikgebäuden finden. „Lost places“ werden verlassene Orte genannt, die überall auf der Welt die Fotografen anlocken. Mit Anne Jellonek, Reinhold Kilbinger und Walter Schartel machen sich drei Hobby-Fotografen auf die Jagd nach den interessantesten Ansichten, die die seit 20 Jahren leerstehende Produktionshalle der ehemaligen Glashütte Süßmuth in Immenhausen bietet. Und mit den Augen der Fotografen sehen sie mehr als nur den Schandfleck in Immenhausen, sie entdecken aus ihrer Perspektive eine Ästhetik, die im Detail liegt. Die denkmalgeschützten Gebäude auf dem Gelände am Glasmuseum erinnern nur noch wenig an die ehemalige Manufaktur und ihre ursprüngliche Nutzung: Schmelzöfen sind abgebaut, Scheiben eingeschlagen, Wände mit Graffitis besprüht. Von der einst erfolgreichen Glashütte, in der hochwertige Trinkglasserien, Vasen, Schalen und andere mundgeblasene Artikel hergestellt wurden, ist nicht mehr viel übrig. Umso spannender ist das, was die Fotografen bei ihren Streifzügen über das Gelände und durch die leerstehenden Hallen noch entdecken konnten: verlassene Räume, Relikte der Glasmacherkunst, persönliche Gegenstände der Glasmacher, verlassen und verloren in den teilweise verwunschen anmutenden Gebäuden. Beeindruckende Fotos sind bei diesen Touren entstanden, die einen sehr ästhetischen Blick auf den Verfall des Kulturdenkmals mit seinem morbiden Charme geben.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.glasmuseum-immenhausen.de oder telefonisch im Glasmuseum unter 05673 – 2060.  

Öffnungszeiten Glasmuseum Immenhausen
Dienstags bis donnerstags: 10 – 17 Uhr
Freitags bis sonntags: 13 - 17 Uhr
Feiertage auf Anfrage

BLAUER SONNTAG AUF ACHSE: Kaufungerinnen vor hundert Jahren – eine Spurensuche

Sonderführung durch den Ortskern Oberkaufungen am Freitag, den 18. November 2016
Treffpunkt
14.15 Uhr an der Tramhaltestelle Oberkaufungen-Bahnhof (Tram 4 Kassel - Helsa)
Ende
gegen 15.30 Uhr im Regionalmuseum Alte Schule Kaufungen, Schulstraße 33
Anmeldung erforderlich unter an(at)blauer-sonntag.de oder Frau Jentsch, Tel. 0561 70949-11

Frauenalltag zwischen Fabrik, Haushalt, Landwirtschaft und Gemeinschaftsleben: Eindrücke, Einsichten und offene Fragen - unterwegs zwischen Industrieviertel und den Neubauten an der Schulstraße.

Oberkaufungen gehörte vor hundert Jahren zu den „Industriedörfern“ im Lossetal. Fabriken prägten den Ort. Es gab zahlreiche Lohnarbeitsplätze. Sie veränderten die Tagesabläufe im Dorf. Arbeiterfamilien aus Kassel fanden hier preiswerten Wohnraum und ein Stückchen Land zur Selbstversorgung. Der Großteil der dörflichen Haushalte hatte Kleinvieh, Garten, Grabeland oder einen kleinen Acker. Für Bewirtschaftung, Ernte oder Vorratshaltung waren überwiegend Frauen und Kinder zuständig. Mit einer Reiseführerin begeben wir uns ins Oberkaufungen des Jahres 1912. Wir treffen dort Frau Ilse. Sie zeigt uns ihren Wohnort und berichtet dabei aus ihrem Alltag...

Die Gruppe hat im Anschluss Gelegenheit, das Regionalmuseum mit seinem Schwerpunkt „Dorfleben im Industriezeitalter“ zu besichtigen. Aktuelle Sonderausstellung: „Mobil! Vom Laufen, Fahren, Transportieren, Radeln, Reiten, Rollern, Rennen... in Kaufungen“.

BLAUER SONNTAG 2016

Impressionen vom 9. BLAUEN SONNTAG in Nordhessen. Herzlichen Dank an Standorte und Besucher!

Presseerklärung vom 01. August 2016

Das Salzmann-Forum, der BDA und das KAZ begrüßen die Gerichtsentscheidung, womit die Forderungen der Stadt nach Sicherung des „Industriedenkmals Salzmann“ unterstützt werden. Damit wird der Denkmalschutz dieses wichtigen Zeugnisses der Kasseler Industriekultur als öffentliches Gut gestärkt. Die juristischen Winkelzüge und Verzögerungstaktiken des Eigentümers, das Kulturdenkmal im Herzen von Bettenhausen dem Verfall preiszugeben, werden eindeutig verurteilt (siehe HNA vom 19.7.16).

Der Weg ist jetzt endlich frei, das gesamte Gebäude-Ensemble einschließlich der bau- und kulturhistorisch besonders wertvollen Oberlichtsäle vor weiterem Verfall und Zerstörung zu schützen. Denn die weitgespannte Halle mit ihren halbrund geformten Rippen aus Eisenbeton ist eines der großen Schätze dieses Industriedenkmals. Die filigran wirkende ca. 1300 Quadratmeter große Halle mit ihren Lichtbändern entstand 1912/13 als ein Beispiel der modernen Ingenieur-Baukunst in Kassel und ist, versteckt hinter der neugotischen Backsteinfassade, den meisten Bewohnern Kassels unbekannt. Mit ihrer innovativen Eisenbeton-Konstruktion, dem Vorläufer des jetzt allgemein bekannten Stahlbetons, wurde sie zur gleichen Zeit gebaut wie die Jahrhunderthalle in Breslau, die heute als Weltkulturerbe Berühmtheit erlangt hat... (Foto: Simone Natascha Ratz)

Hier die komplette Presseerklärung als pdf

Wer mehr über Salzmann erfahren will, kann am BLAUEN SONNTAG einen rasanten Streifzug durch 130 Jahre Firmen- und Menschengeschichte zusammen mit Oliver Leuer unternehmen ...

Curt von Brocke und das architektonische Erbe von Henschel in Kassel

Beitrag von Dr. Thomas Wiegand in "Denkmalpflege & Kulturgeschichte" 2-2016

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Denkmalpflege & Kulturgeschichte", herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen (kann über www.denkmalpflege-hessen.de bezogen werden), ist ein wunderbarer Beitrag von Dr. Thomas Wiegand über den Architekten Curt von Brocke und das architektonische Erbe von Henschel in Kassel vertreten.

Curt von Brocke entwarf in den Jahren zwischen 1918 und 1935 für die Firma Henschel mehrere Gebäude, wie z. B. Wasserturm und Turbinenhalle im Werk Rothenditmold (1919 und 1922). Er gestaltete maßgeblich den Ausbau des Henschel-Werkes Mittelfeld.

Abbildung: Werkhalle der Holzwerkstatt M11 (Entwurf Curt von Brocke, 1921), 2013, Foto: T. Wiegand, Kassel, aus: Denkmalpflege und Kulturgeschichte 2-2016, Seite 25

Sonderausstellung Simone Fezer "verwurzelt"
16. Juli - 30. Oktober 2016
Ausstellungseröffnung am 16. Juli 2016 um 15 Uhr
Glasmuseum Immenhausen

Mit Simone Fezer präsentiert das Museum eine Künstlerin, die mit dem Material Glas vorzugsweisein raumgreifenden Installationen arbeitet. 1976 in Waiblingen geboren, besuchte sie zunächst freie Kunstschulen und entdeckte 1996 im Bild-Werk Frauenau durch die skulpturale Arbeit mit Glas ihre Begeisterung für dieses Material. Als Schülerin und Assistentin verschiedener Künstler machte sie sich schließlich auf dessen Spuren auf die Reise. Sie lernte und arbeitete an Schulen und in privaten Studios in Europa und den USA. Ihre Arbeiten entstehen bis heute an wechselnden Plätzen, zwischen den Orten, in angemieteten und improvisierten Werkstätten. Eigens für die Immenhäuser Ausstellung konzipierte Simone Fezer eine an den Vitrinen als Schaukästen ausgerichtete Installation aus großenformgeblasenen Figuren, aus denen erblühende Wurzeln strömen. Hier reichen die Wurzeln nach außen, werden aus einer Überfülle geboren und feiern die Schönheit, Zerbrechlichkeit und Vielfalt der Welt. Diese werden neben großen, raumspezifisch neu installierten Arbeiten zu sehen sein, die das Oben mit dem Unten und das Innen mit dem Außen verbinden .Hinzu kommen kleinere Arbeiten und korrespondierende Zeichnungen und Aquarelle, die de nEinblick in die Arbeits- und Gedankenwelt der Künstlerin erweitern.

Weitere Infos: www.immenhausen.de/glasmuseum